Foto: Silas Zindel
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Lernende im Pflegeheim erzählen: «Dann weine ich, will einfach weg – so schnell wie möglich»

Foto: Silas Zindel. Sabine K., 17, Hanna L., 16, möchten anonym bleiben: «Über die unhaltbaren Zustände wird schon so lange geredet. Es fühlt sich an wie leere Versprechen.»

Im Kampf gegen den Pflegenotstand setzt man voll auf die Jugend. Jetzt erzählen zwei Lernende, wie sie ihren Beruf lieben und doch an ihm verzweifeln. Sie seien zu oft am Rand eines Zusammenbruchs. «Ich weine beim Abendessen zu Hause praktisch jedes Mal, wenn ich einen schlechten Tag hatte. In manchen Wochen passiert das an drei von vier Arbeitstagen», sagt Sabine K., 17 Jahre alt, Lernende in einem Alters- und Pflegeheim. «Ich weine, weil ich keine Kraft mehr habe. Bei diesen Gelegenheiten sage ich meiner Familie, dass ich einfach weg will von der Arbeit, so schnell wie möglich.»

Das ist ein Zitat der Seite von www.thunertagblatt.ch