• Roboter beginnt Praktikum im Pflegezentrum Embrach
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    Roboter beginnt Praktikum im Pflegezentrum Embrach

    «Guten Tag, mein Name ist Lio. Ich heisse Sie herzlich willkommen.» So begrüsst der neue Assistenzroboter die Besucher im KZU-Pflegezentrum Embrach.

    Assistenz mit künstlicher Intelligenz

    Das Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit (KZU) öffnet sich neuer Technologie und stellt den Assistenzroboter Lio vor. Wozu der neue Kollege fähig ist, zeigt er bei einem Besuch.

    Betritt man den Haupteingang des KZU, rollt einem ein etwas utopisches Geschöpf entgegen und stellt sich gleich selber vor: «Guten Tag, mein Name ist Lio. Ich heisse Sie herzlich willkommen im KZU.» Seit zehn Tagen ist der Assistenzroboter im Eingangsbereich tätig und begrüsst die Besucherinnen und Besucher des Pflegezentrums. Der Roboter fragt auf Hochdeutsch, ob er helfen kann und was der Gast wünsche. Fragt man Lio nach dem Weg zu den Arztpraxen oder dem Coiffeur, erklärt er alles und weist mit dem Greifarm die Richtung. Nach Wunsch führt er die Person auch gleich selber zum Ort. Wer über das Wetter Bescheid wissen will, dem gibt er die Temperatur und die Vorhersage des heutigen Tages an. Zur Unterhaltung erzählt Lio auch Witze und Kurzgeschichten. Ein Roboter, der einem auch ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Während der nächsten sechs Wochen wird Lio primär für die Besucher im Einsatz sein und die Empfangsdame in der Mittagspause vertreten.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.zuonline.ch

  • In einem Pflegeheim in Brugg arbeiten Angehörige mit
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    In einem Pflegeheim in Brugg arbeiten Angehörige mit

    Im Brugger Pflegezentrum Süssbach hat sich eine neu gebildete Kerngruppe aus Angehörigen, die Bereichsleiterin Pflege und Betreuung und die Projektleiterin der Angehörigenarbeit zum Ziel gesetzt, die Pflegequalität und den Informationsaustausch zu verbessern.

    Der Umzug in ein Pflegeheim ist mit Emotionen verbunden. Davon ist die gesamte Familie betroffen, vor allem aber die Person, die zukünftig im Heim leben wird. Sie soll sich in der neuen Umgebung in erster Linie wohl und aufgehoben fühlen und gut betreut werden. Während es häufig gut klappt, gelingt es in manchen Fällen weniger: Die Bewohnerin ist unzufrieden, die Angehörigen sind frustriert und das Personal hilflos.

    Maja Coleva, Leiterin Pflege und Betreuung; Christine Roth, Projektleiterin der Angehörigenarbeit, und eine Gruppe Angehöriger wollen das ändern. Gemeinsam erarbeiten sie ein Konzept, um Familienmitglieder im Pflegezentrum Süssbach noch besser zu begleiten, den Informationsaustausch sicherzustellen, die Mitsprachemöglichkeit der Angehörigen zu klären, sowie Wünsche, Vorschläge, Lob, aber auch Beschwerden deponieren zu können.

    Angehörige sollen gleichwertige Partner werden

    Im April fand hierzu bereits ein erster Dialogabend mit rund hundert Personen statt. Zwölf davon kamen am Donnerstagabend erneut ins Pflegezentrum, um mehr über die geplante Angehörigenarbeit zu erfahren. Direktor Hanspeter Müller betonte bei seiner Begrüssung, dass sich das Personal des Pflegezentrums nun gemeinsam mit den Angehörigen auf den Weg machen wird, um die Betreuung, sowie den Informationsaustausch im Süssbach zu verbessern. Angehörige sollen zu gleichwertigen Partnern werden.

    Maja Coleva erklärt, dass die Arbeit wert- und anspruchsvoll werden wird, verspricht einen Kulturwandel, betont aber auch, dass es dafür viel Geduld und Zeit aller Beteiligten braucht. Christine Roth informiert als Projektleiterin der Angehörigenarbeit über die Arbeitsweise und Ziele der Kerngruppe. Sie und Coleva wissen, wie wichtig zufriedene Bewohner und zufriedene Angehörige sind – aber auch zufriedenes Personal.

    Zehn Angehörige sind bereit, in der Kerngruppe mitzuarbeiten

    Wenn alle Beteiligten bereit dazu sind, sich auf den anderen einzulassen und zusammenpassen zu wollen, verändert sich etwas. So wie bei einem Puzzle, bei dem sich ein Teil an ein anderes fügt und daraus letzten Endes ein grosses, stimmiges Bild entsteht, das Freude macht.

    Nach einer kurzen Pause wird es konkret. Die Vorstellungsrunde beginnt. Auf Pinnwand-Wolken notieren alle ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Pflegezentrum und ihre persönliche Motivation, sich zukünftig in der Angehörigenarbeit zu engagieren. Berührende, gar ergreifende Geschichten werden erzählt.

    Das Ergebnis nach dieser Runde ist beeindruckend: Zehn Angehörige erklären sich dazu bereit, in einer Kerngruppe weiterzuarbeiten. Dafür werden sie sich im August, September und Oktober treffen. Christine Roth konkretisiert die Termine und stattet alle mit Unterlagen aus.

    Monika Schneider, eine der Angehörigen, überreicht den Teilnehmern zum Abschluss ein «Danke». Sie verteilt Guetzli in Puzzle-Form, dazu das passende Förmchen und ein Grusskärtchen. Als die Gruppe nach zweieinhalb Stunden den Raum verlässt, sind alle per «Du». Sie arbeiten nun gemeinsam daran, das Leben ihrer Familienangehörigen und aller anderen Bewohnenden im Pflegezentrum Süssbach zu verbessern.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.argoviatoday.ch

  • Prognose: Personalmangel in Gesundheitswesen verschärft sich
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    Prognose: Personalmangel in Gesundheitswesen verschärft sich

    «Wenn die Pflege selbst zum Pflegefall wird.» Das ist der Titel einer Studie zur Situation im Gesundheitswesen. Sie prognostiziert, dass bis 2035 fast 1,8 Millionen Fachkräfte fehlen können.

    Das Wichtigste in Kürze

    Der Personalmangel im deutschen Gesundheitswesen wird sich nach einer Analyse der Unternehmensberatung PwC in den nächsten Jahren dramatisch verschärfen.

    Bis 2035 könnten fast 1,8 Millionen Fachkräfte fehlen, heisst es in dem am Freitag veröffentlichten Papier. Besonders betroffen sind demnach Kranken- und Altenpflege; in beiden Bereichen könnte mehr als ein Drittel des eigentlich benötigten Personals fehlen. Doch auch an Ärztinnen und Ärzte wird es laut PwC in grosser Zahl mangeln, sofern sich die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen nicht verbesserten.

    Die Studie trägt den Untertitel: «Wenn die Pflege selbst zum Pflegefall wird.» Sollte die Prognose eintreffen, würde sich der schon jetzt bestehende Personalmangel im Gesundheitswesen innerhalb von wenig mehr als einem Jahrzehnt vervielfachen. «In Teilbereichen des deutschen Gesundheitswesens, etwa der Pflege, der Geburtshilfe und dem Rettungsdienst, sind auch früher schon Engpässe zu erwarten», schreiben die Autorinnen und Autoren. Die derzeitige Quote nicht besetzter Stellen im Gesundheitswesen wird von PwC auf 6,8 Prozent beziffert.

    Zu den Ursachen zählt laut Studie vor allem in der Pflege ein schlechtes Image des Berufs. Hinzu kämen der demografische Wandel und eine hohe Unzufriedenheit mit dem Job – nicht nur in der Pflege, sondern auch unter Medizinern. Folge ist demnach ein Trend zur Abwanderung in weniger belastende Tätigkeiten.

    «Aus unserer Sicht ist es eher fünf nach als fünf vor zwölf», sagte Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft. Die PwC-Berater plädieren insbesondere in der Pflege für bessere Bezahlung. Helfen könnte nach ihrer Einschätzung aber auch der vermehrte Einsatz digitaler Technologien, um die Arbeit im Gesundheitswesen zu erleichtern.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.nau.ch

  • Wenn Eltern eine Pause vom Pflegen brauchen
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    Wenn Eltern eine Pause vom Pflegen brauchen

    Praviya und Mathursan beim Malen in der WG Kunterbunt auf der Breite in Schaffhausen. Im Hintergrund spielt Pascal. Bild: Melanie Duchene

    Erstmals konnten Eltern in Schaffhausen ihre pflegebedürftigen Kinder ein Wochenende lang in die Obhut von Pflegefachfrauen der Stiftung Joël Kinderspitex geben. Ein schlechtes Gewissen habe sie dabei gehabt, sagt eine Mutter. Aber die Erholung habe sie dringend gebraucht.

    Ein ganzes Wochenende ohne ihren Sohn Pascal. Das gibt es für Tabea Toupal und ihren Mann sonst eigentlich nicht. «Wir sind es nicht gewohnt, ihn wegzugeben», sagt Pascals Mutter. «Wir hatten ein schlechtes Gewissen. Ein schlechtes Gefühl.» Aber sie stiegen trotzdem ins Auto und fuhren von ihrem Heimatort Bellikon nach Schaffhausen. Denn hier bot die Kinderspitex vor ein paar Tagen erstmals ein Entlastungswochenende für Eltern an. Von Freitagabend bis Sonntagabend konnte das Paar sein Kind in die Obhut von Pflegefachfrauen geben – und sich erholen.

    Pascal ist 12 Jahre alt. Er ist Autist und hat eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). «Er ist ein Kleinkind in einem grossen Körper», sagt Toupal. Was andere als alltägliche, einfache Handlungen bezeichnen würden, laufe für die Familie etwas anders ab. Beispielsweise das Morgenritual: «Ich bin morgens etwa eineinhalb Stunden beschäftigt, bevor es für Pascal zur Sonderschule und für mich zur Arbeit geht.» Aufstehen, anziehen, Zähne putzen, essen – das braucht viel Zeit, denn Pascal lässt sich sehr schnell ablenken. «Man muss ihm immer hinterher», sagt seine Mutter liebevoll und lächelt. «Er ist einmalig. Ein Goldschatz.»

    Schwer sei es anfangs gewesen, einzugestehen, dass sie als Eltern bei der Betreuung ihres Kindes Hilfe brauchen. Aber das Leben der Familie sei nun einmal stressig. «Man muss als Mutter oder Vater eines Kindes mit Beeinträchtigung sehr behutsam sein», sagt Tabea Toupal. «Wir sind für die Betreuung nicht geschult.» Man wachse zwar mit jeder Aufgabe, die das familiäre Zusammenleben mit sich bringt. «Aber man darf ruhig Hilfe annehmen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen von Stärke.»

    Durch Spenden möglich

    Bis Tabea Toupal an diesen Punkt kam, brauchte es Zeit. Zu Beginn wusste sie gar nicht, welche Angebote es für sie gibt – und welche Hilfe ihr zusteht. Wenn sie Pascal gerade nicht betreut, arbeitet sie im 80-Prozent-Pensum. Das sei neben der Betreuung eines Kindes mit speziellen Bedürfnissen viel. Aber finanziell würde es sonst nicht aufgehen, sagt sie.

    Ein Teil des Entlastungswochenendes wird über die Krankenkasse und die Invalidenversicherung abgerechnet, wie Evelyn Eichmann sagt. Sie ist stellvertretende Regionalleiterin Schaffhausen/Zürich/Zug bei der privaten Stiftung Joël Kinderspitex Schweiz, der grössten Kinderspitex des Landes. Eltern können einen Beitrag zahlen, der ihnen möglich ist. Vor allem aber erlauben Spenden das Entlastungswochenende – die WG Kunterbunt. Das Wochenende fand in den Räumlichkeiten des Internats der Schaffhauser Sonderschulen auf der Breite statt. Von volleingerichteten Zimmern inklusive Pflegebetten über Spielsachen und einen Garten gebe es dort alles, was man für die Betreuung der Kinder brauche, sagt Eichmann. Die Zusammenarbeit mit den Sonderschulen sei unkompliziert, das erste Entlastungswochenende in Schaffhausen sei absolut gelungen. Ziel ist, das Angebot weiterzuführen, hier und auch in anderen Regionen. «Vier bis sechs solche Wochenenden im Jahr wären schön.» Aber dafür braucht es weitere Spendengelder.

    Keine Zeit für Erholung

    Nutzen können das Angebot Eltern, deren Kinder von der Stiftung Joël Kinderspitex gepflegt werden. Das wären allein im Raum Schaffhausen Dutzende: mit körperlichen und geistigen Behinderungen, Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, chronischen Krankheiten. Und der Bedarf sei da, sagt Eichmann. Das weiss sie aus vielen Gesprächen. «Viele Eltern sind erschöpft und kommen an ihre Grenzen.» Zum Erholen reicht es oft nicht.

    Gemischte Gefühle

    Vergangenes Wochenende betreuten die ausgebildeten Pflegefachfrauen in der WG Kunterbunt vier Kinder im Alter zwischen 5 und 16 Jahren. Die Pflegenden arbeiten im Dreischichtbetrieb. Wie viele es für ein solches Wochenende braucht, müsse jedes Mal aufs Neue beurteilt werden, sagt Eichmann, das sei abhängig von der Anzahl Kinder und deren Bedürfnissen. Dieses Wochenende sei gebastelt und gekocht worden, ausserdem haben die Pflegefachfrauen Brett- und Ballspiele mit den Kindern gespielt und kleine Ausflüge zu einem Tiergehege in der Nähe gemacht. Die Pflege – baden, Verbandswechsel, Vitalwertüberwachung, Medikamentenverabreichung – gehört auch dazu. Das Team sei mit gemischten Gefühlen ins Wochenende gestartet, aber mit sehr positiven Gefühlen wieder nach Hause gegangen. «Die Eltern haben uns sehr viel Vertrauen geschenkt. Sie hatten zwar ein schlechtes Gewissen, ihr Kind abzugeben, aber waren dankbar um die Erholung.»

    Das bestätigt Tabea Toupal. Mit ihrem Ehemann war sie wellnessen. «Es war erholsam. Wir haben das dringend gebraucht», sagt sie. «Es ist notwendig, dass man sich Erholung gönnt. Sonst bricht man irgendwann zusammen.» Zwar sei sie die erste Nacht ohne Pascal in der Nähe angespannt gewesen. Doch nach einem Telefonat am Samstag merkte sie: Es geht ihm gut, denn er wollte lieber spielen, als mit ihr telefonieren. «Er ist immer sehr ehrlich», sagt sie und lacht. Das Angebot des Entlastungswochenendes würde sie gern wieder in Anspruch nehmen. Ihre Seele, sagt sie, sei nun wieder mehr im Gleichgewicht. «Und mein Sohn hatte viel Spass.»

    Das ist ein Zitat der Seite von www.shn.ch

  • Pflege- und Betreuungsgesetz: Versorgungsplanung und Verordnung gehen in die Vernehmlassung
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    Pflege- und Betreuungsgesetz: Versorgungsplanung und Verordnung gehen in die Vernehmlassung

    Ab 2023 ist der Kanton für die Pflege und Betreuung der Menschen im Kanton Glarus zuständig • Foto: iStock

    Regierungsratssitzung 21. Juni 2022 • Der Regierungsrat verabschiedet die Versorgungsplanung gemäss Pflege- und Betreuungsgesetz und die Pflege- und Betreuungsverordnung zuhanden der Vernehmlassung. Das neue Pflege- und Betreuungsgesetz soll per 1. Januar 2023 in Kraft gesetzt werden. Die Landsgemeinde 2021 stimmte dem neuen Pflege- und Betreuungsgesetz (PBG) zu. Mit dem neuen Gesetz geht die Verantwortung für die Langzeitpflege von den Gemeinden auf den Kanton über. Dieser muss eine eine Planung für eine bedarfsgerechte und wohnortsnahe Versorgung mit Pflege- und Betreuungsleistungen erstellen und gestützt darauf die Angebote zu sichern. Zudem sollen die Aus- und Weiterbildung gefördert sowie Bezugspersonen und Freiwillige unterstützt werden. Die Gemeinden bleiben Eigentümerinnen ihrer Alters- und Pflegeheime. Das PBG ist formell per 1. Januar 2023 in Kraft zu setzen. Mit der Erhöhung der Kantonssteuern (Steuerfuss) um 5 Prozentpunkte per 2023 schuf die Landsgemeinde 2022 die finanzielle Grundlage dazu.

    Versorgungsplanung bleibt herausfordernd

    Bisher bestand nur eine kantonale Versorgungsplanung für die Behandlungen in Pflegeheimen gestützt auf das Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG). Basierend auf dieser Versorgungsplanung erliess der Regierungsrat die Pflegeheimliste. Diese legte die Anzahl der bewilligten Betten der einzelnen Alters- und Pflegeheime fest. Die neue Versorgungsplanung umfasst hingegen neben stationären auch ambulante und intermediäre Angebote sowie spezialisierte Leistungen wie Palliative Care, Kinderspitex, onkologische oder gerontopsychiatrische Angebote. Während im stationären Bereich ein leichter Rückgang erwartet wird, sieht die Versorgungsplanung bei den ambulanten Pflegeleistungen ein deutliches Wachstum voraus. Unternehmerisch löst dies grosse Herausforderungen aus.

    Umfangreiches Regelwerk

    Die Umsetzung des PBG erfordert den Erlass von verschiedenen Ausführungsbestimmungen. Eine Projektgruppe mit Vertretern des Kantons, der Gemeinden sowie der Verbände der ambulanten und stationären Leistungserbringer (Spitex-Kantonalverband, Curaviva-Insos Glarus) erarbeitete dazu einen Vorentwurf für eine Pflege- und Betreuungsverordnung (PBV). Die PBV regelt und konkretisiert dabei insbesondere:

    – Zuständigkeiten für den Vollzug und Einbindung der Leistungserbringer

    – Voraussetzungen für Betriebsbewilligungen

    – erforderliches Angebot und dessen Erreichbarkeit und Qualität

    – Zusammenarbeit unter den Leistungserbringern

    – Tarifgestaltung und Restfinanzierung

    – subsidiäre Massnahmen für ein aktives und selbstbestimmtes Leben von pflege- und betreuungsbedürftigen Personen zu Hause

    – Beiträge an Kurse der Grundpflege und Betreuung für Bezugspersonen

    – Beiträge für Bezugspersonen

    – Rechnungslegung

    Finanzielle Auswirkungen

    Mit dem Inkrafttreten des PBG übernimmt der Kanton ab dem Jahr 2023 die bisher von den Gemeinden bezahlten Beiträge an die Pflegerestkosten, ungedeckten Heimkosten und weitere Beiträge wie gemeinwirtschaftliche Leistungen im Umfang von 8,1 Millionen Franken pro Jahr (Durchschnitt 2016–2020). Aufgrund der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels dürften diese Kosten in den nächsten Jahren weiter steigen. Diese Entwicklung ist im Integrierten Aufgaben- und Finanzplan (IAFP) berücksichtigt. Insgesamt ergeben sich damit erwartete Mehrkosten von rund 9 Millionen Franken ab 2023.

    Der Erlass der PBV liegt in der Kompetenz des Regierungsrates, über die Versorgungsplanung entscheidet der Landrat. Die Verordnung und die Versorgungsplanung gehen nun bis am 2. September 2022 in die Vernehmlassung. Die detaillierten Vernehmlassungsunterlagen stehen online zum Download bereit. Für interessierte Personen führt der Kanton am 5. Juli 2022 einen Informationsanlass durch, an welchem die beiden Geschäfte vorgestellt und erste Fragen beantwortet werden.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.gl.ch

  • Pflege wehrt sich gegen «Verbesserung»
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    Pflege wehrt sich gegen «Verbesserung»

    Das Personal des Kantonsspitals Winterthur reichte Beschwerde gegen das neue Personalreglement ein.

    Der Zürcher Regierungsrat hat die umstrittenen Personalreglemente der kantonalen Spitäler genehmigt. Das Personal des KSW hat dagegen Beschwerde eingereicht – nicht aber jenes der IPW.Das Personal des Kantonsspitals Winterthur reichte Beschwerde gegen das neue Personalreglement ein.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.landbote.ch

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    Derendingen sagt Ja zur neuen Pflegeorganisation

    Das Alters-und Pflegeheim Tharad in Derendingen wird Teil der neuen Pflegeorganisation Derendingen-Deitingen-Luterbach.

    Vizegemeindepräsident Roger Siegenthaler brachte es in seinem Votum auf den Punkt: «Wir wollen eine Institution für die Zukunft schaffen. Denn in Anbetracht der älter werdenden Bevölkerung, brauchen wir grössere, integrierte Kapazitäten in Pflege und Betreuung.» Gemeindepräsident Roger Spichiger hatte die Vorteile einer gemeinsamen Pflegeorganisation, die ambulante und stationäre Pflege unter ein Dach bringt und Synergien in der Administration beispielsweise in Personalwesen, Informatik und in der Buchhaltung ermöglicht, ausführlich erläutert.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.solothurnerzeitung.ch

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    Berns Grosser Rat für rasche Ausbildungsoffensive in der Pflege

    Die Berufsverbände machen Druck auf eine rasche Umsetzung der Pflegeinitiative. (Archiv)

    Im Kampf gegen den Mangel an Pflegepersonal drängt der bernische Grosse Rat auf eine rasche Ausbildungsoffensive. Eine Mitte-Links-Mehrheit verhalf einer entsprechenden Motion am Dienstag zum Erfolg. SVP, FDP und EDU blieben in der Minderheit. Das Schweizer Volk habe im November 2021 die Pflegeinitiative angenommen, riefen die Motionäre aus den Reihen von Grünen, Mitte, SP, EVP und glp in Erinnerung. Die Bedeutung einer Ausbildungsoffensive sei dabei unbestritten geblieben. Die Kantone müssten dafür die notwendigen Grundlagen schaffen. Die Gegner des Vorstosses machten vergeblich geltend, die Federführung liege beim Bund. Die Befürworter hielten entgegen, man dürfe nun keine Zeit verlieren. Die Motion verpflichtet den Regierungsrat, im Kanton Bern die notwendigen gesetzlichen und finanziellen Grundlagen für die Ausbildungsoffensive zu schaffen. So sollen Studierende unterstützt werden, die eine Pflegeausbildung an einer Fachhochschule oder höheren Fachschule absolvieren. Spitäler, Pflegeheime, Spitex-Organisationen und Hebammenausbildungsorte sollen zudem Unterstützungsbeiträge für ihre Arbeit in der praktischen Ausbildung diplomierter Pflegefachpersonen erhalten. Fachhochschulen und höhere Fachschulen sollen Zuschüsse erhalten, um die Zahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen. Der Regierungsrat wollte den Vorstoss bloss in der unverbindlichen Form des Postulats entgegennehmen. zc, sda

    Das ist ein Zitat der Seite von www.bluewin.ch

  • Kanton muss mit Pflege-Ausbildung vorwärtsmachen
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    Kanton muss mit Pflege-Ausbildung vorwärtsmachen

    Die Berufsverbände machen auch mit Demos Druck auf eine rasche Umsetzung der Pflegeinitiative. Foto: Keystone, Anthony Anex

    Im Kampf gegen den Mangel an Pflegepersonal drängt das bernische Kantonsparlament auf eine rasche Ausbildungsoffensive. Und es fordert einen umfassenden Aktionsplan für den Klimaschutz.

    Das Schweizer Volk habe im November 2021 die Pflegeinitiative angenommen, riefen die Motionäre aus den Reihen von Grünen, Mitte, SP, EVP und GLP in Erinnerung. Die Bedeutung einer Ausbildungsoffensive sei dabei unbestritten geblieben. Die Kantone müssten dafür die notwendigen Grundlagen schaffen.

    Die Gegner des Vorstosses machten vergeblich geltend, die Federführung liege beim Bund. Die Befürworter hielten entgegen, man dürfe nun keine Zeit verlieren. Die Motion verpflichtet den Regierungsrat, im Kanton Bern die notwendigen gesetzlichen und finanziellen Grundlagen für die Ausbildungsoffensive zu schaffen. So sollen Studierende unterstützt werden, die eine Pflegeausbildung an einer Fachhochschule oder höheren Fachschule absolvieren.

    Spitäler, Pflegeheime, Spitex-Organisationen und Hebammenausbildungsorte sollen zudem Unterstützungsbeiträge für ihre Arbeit in der praktischen Ausbildung diplomierter Pflegefachpersonen erhalten. Fachhochschulen und höhere Fachschulen sollen Zuschüsse erhalten, um die Zahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen. Der Regierungsrat wollte den Vorstoss bloss in der unverbindlichen Form des Postulats entgegennehmen.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.jungfrauzeitung.ch

  • Mit Quereinsteigerinnen gegen den Pflegenotstand
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    Mit Quereinsteigerinnen gegen den Pflegenotstand

    Quereinsteiger-Kampagne der Zentralschweizer Gesundheitsbetriebe

    Peter Renggli war 50 Jahre alt, als er sich dafür entschied, den Beruf zu wechseln. Er kündigte seinen Führungsjob in der Logistik und begann die Ausbildung zum Pflegefachmann. Heute arbeitet der 55-Jährige bei der Spitex Nidwalden. «Ich habe den Entscheid keinen Moment bereut», sagt er, «eher wünsche ich mir, ich hätte den Schritt früher gewagt.»

    Grosser Bedarf an Pflegenden

    Renggli gehört zu den rund 20 Prozent Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern in Pflegeberufen. Die Zentralschweizer Gesundheitsbetriebe wollen diese Zahl nun erhöhen und starten eine Kampagne, um mehr Branchenfremde für die Arbeit in Spitälern und Heimen zu gewinnen. Die Kantone sprechen dafür gut 120’000 Franken.

    Sie erhoffen sich, die drohende Lücke bei den Pflegeberufen zu schliessen. Bis ins Jahr 2029 werden in der Zentralschweiz rund 14’000 zusätzliche Fachkräfte benötigt. Landesweit liegt der Bedarf allein bei den höher ausgebildeten Pflegefachleuten bei 43’400 Personen. Gedeckt sein werden nach aktuellen Prognosen jedoch nur 28’900 Stellen, wie das Schweizerische Gesundheitsobservatorium vorrechnet.

    Für die Quereinsteiger-Kampagne der Zentralschweiz ist das Bildungszentrum Xund verantwortlich, das für Aus- und Weiterbildungen im Gesundheitswesen zuständig ist. Der stellvertretende Direktor Tobias Lengen ist überzeugt, dass er die Pflege auch Leuten aus anderen Branchen schmackhaft machen kann. «Es ist ein sinnstiftender Beruf mit Menschen, für Menschen. Und er ist konjunktursicher.»

    Gerade letzteres sei während der Corona-Pandemie wieder wichtiger geworden. Es ist mit ein Grund, weshalb sich auch Aleksandar Djuric entschieden hat, den Beruf zu wechseln. Bis vor wenigen Jahren arbeitete der 29-Jährige als Koch in einem Hotel, jetzt pflegt er Betagte in einem Luzerner Altersheim. Das Kochen habe ihm zwar gefallen, erfüllt habe er sich dabei aber nie wirklich gefühlt.

    Die Corona-Pandemie habe ihm dann den nötigen Schubser für den Berufswechsel gegeben, sagt Djuric. «Wie andere Gastronomiebetriebe musste auch unserer schliessen. Meine berufliche Situation war plötzlich nicht mehr sicher.» Er nahm dies als Anlass, um als Freiwilliger in einem Pflegezentrum arbeiten zu gehen. «Das hat mir richtig gut gefallen.» Aleksandar Djuric beschloss, den Beruf zu wechseln und befindet sich heute mitten in der Ausbildung zum Pflegefachmann.

    Wechsel kann herausfordernd sein

    Pflegeberufe mögen zwar konjunktursicher sein, doch gaben die Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren immer wieder Anlass für Kritik. Viele ausgebildete Pflegerinnen und Pfleger haben deshalb den Beruf verlassen und auch mögliche Quereinsteiger könnte dies abschrecken. Tobias Lengen vom Gesundheitszentrum Xund ist sich dessen bewusst. «Es gilt auch, die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie, die Löhne und die Arbeitszeiten zu verbessern, um attraktive Arbeitsbedingungen bieten zu können.»

    Eine dritte Quereinsteigerin, die trotz der Kritik an den Arbeitsbedingungen in die Gesundheitsbranche wechselte, ist Ana Perez. Die 22-Jährige hat ursprünglich eine Lehre im Detailhandel gemacht, suchte jedoch nach mehr Verantwortung und fand diese in der Pflege. Einfach sei der Berufswechsel jedoch nicht, fügt sie an. «Ich will meinen Ansprüchen auf der Arbeit gerecht werden und das fordert mich.» Bereut habe jedoch auch sie den Wechsel nie.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.srf.ch