• Viel mehr als nur ein schöner Park
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    Viel mehr als nur ein schöner Park

    Claudia Hubler und Daniel Rimann pflegen und hegen die Biodiversität im Park. Bilder: wam

    Rund um den Reusspark, Zentrum für Pflege und Betreuung, hat die Natur das Sagen Der Reusspark in Niederwil ist nicht nur für die hohe, bereits mehrfach ausgezeichnete Qualität in der Pflege bekannt. Seinen Bewohnerinnen und Bewohnern steht auch eine grosse, naturnahe Parkanlage mit einer Vielfalt an Flora und Fauna zur Verfügung.

    Auf eine Entdeckungsreise durch das rund sieben Hektaren umfassende und zum grossen Teil öffentlich zugängliche Naturparadies laden Caroline Schneider, Leiterin Kommunikation, und Daniel Rimann, der als Leiter Umgebungspflege die Hauptverantwortung für den Unterhalt und die Weiterentwicklung der Parkanlage entlang der Reuss trägt.

    Das ist ein Zitat der Seite von wohleranzeiger.ch

  • Oberglatt: Assistenzroboter im Pflegezentrum Embrach
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    Oberglatt: Assistenzroboter im Pflegezentrum Embrach

    Wie die Gemeinde Oberglatt berichtet, ist Lio der neue mobiler Assistenzroboter im Pflegezentrum Embrach. Er soll das Personal von Routineaufgaben entlasten.

    Aufgaben, wie zum Beispiel den Besuchern den Weg weisen, Getränke oder die Post verteilen oder einen Witz erzählen, meistert er bereits sehr souverän. Die Gemeinde Oberglatt berichtet, dass Lio das Personal im Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit (KZU) von Routineaufgaben entlasten soll.

    Nach seiner Einführungszeit beim Empfang soll Lio auch in anderen Bereichen wie zum Beispiel der Pflege, Therapien oder bei Veranstaltungen eingesetzt werden. Wartezeiten sollen dank Lio verkürzt, das Pflegepersonal von repetitiven Aufgaben entlastet und die Bewohner von einem freundlichen Begleiter unterhalten werden.

    Die Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz und Robotern wird zum Alltag gehören

    Die Pandemie hat deutlich gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung ist. Das Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit will dabei sein und aktiv mitgestalten, wenn neue praxistaugliche Technologien entwickelt und eingesetzt werden. Das KZU möchte es ausserdem nicht versäumen, die jungen Berufseinsteiger mit der zukunftsweisenden Robotik vertraut zu machen.

    Es ist eine Tatsache, dass für die nachkommende Generation die Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz und Robotern zum Alltag gehören wird. In Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen bereits 14 Lios in Rehakliniken, Alters- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen für Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung im Einsatz.

    Als innovative Pflegeeinrichtung freut sich das KZU zusammen mit allen Mitarbeitenden, Lernenden, Bewohnern sowie Angehörigen von Anfang an dabei zu sein, wenn Lio seine Lehrzeit im KZU absolviert.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.nau.ch

  • Neue Leiterin Pflege & Betreuung und Mitglied der Spitalleitung
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    Neue Leiterin Pflege & Betreuung und Mitglied der Spitalleitung

    Der Stiftungsrat des Ostschweizer Kinderspitals hat Franziska von Arx-Strässler zur Leiterin Pflege & Betreuung und zum Mitglied der Spitalleitung gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Brigitta Oertle an, die nach vielen Jahren im Ostschweizer Kinderspital eine neue Herausforderung annehmen will.

    Am Ostschweizer Kinderspital (OKS) pflegen und betreuen rund 250 Pflegefachpersonen Kinder jeden Alters – von Frühgeborenen bis zu Jugendlichen in akuten und chronischen Krankheitssituationen. Im Mittelpunkt des pflegerischen Handelns steht die familienorientierte Pflege: Kinder beziehungsweise Jugendliche werden als Teil eines familiären Systems angesehen und der Zusammenarbeit mit der Familie wird besondere Wichtigkeit beigemessen. Die Führungsverantwortung für die Mitarbeitenden und für die zahlreichen Auszubildenden liegt bei der Leitung Pflege & Betreuung, die zudem Mitglied der Spitalleitung ist.

    Der Stiftungsrat hat nun Franziska von Arx-Strässler zur Leiterin des Bereichs Pflege & Betreuung sowie zum Mitglied der Spitalleitung gewählt, wie er heute mitteilt. Von Arx-Strässler wird diese Funktionen spätestens per 1. Dezember 2022 übernehmen. Von Arx-Strässler ist derzeit Co-Leiterin Pflegedienst Intensivpflegestation, Neonatologie, Notfall und Kinderherzzentrum im Kinderspital Zürich. Mit Von Arx-Strässler konnte das OKS eine Persönlichkeit mit weitreichenden Fachkenntnissen und ausgewiesenem Leistungsausweis gewinnen, zeigt sich der Stiftungsrat überzeugt. Franziska von Arx-Strässler ist zudem in der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) als geschäftsführende Präsidentin engagiert. Die SGI setzt sich für eine qualitativ hochstehende Behandlung von kritisch kranken Patientinnen und Patienten in Schweizer Spitälern ein und spiegelt die Interprofessionalität wider, wie sie tagtäglich auf den Intensivstationen gelebt wird.

    Wie aus der Mitteilung ebenfalls zu entnehmen ist, wohnt Franziska von Arx-Strässler derzeit in Zürich. Ihre ersten Lebensjahre habe sie in der Ostschweiz verbracht und wolle ihren Wohnort wieder hierhin verlegen.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.dieostschweiz.ch

  • Foto: Silas Zindel
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    Lernende im Pflegeheim erzählen: «Dann weine ich, will einfach weg – so schnell wie möglich»

    Foto: Silas Zindel. Sabine K., 17, Hanna L., 16, möchten anonym bleiben: «Über die unhaltbaren Zustände wird schon so lange geredet. Es fühlt sich an wie leere Versprechen.»

    Im Kampf gegen den Pflegenotstand setzt man voll auf die Jugend. Jetzt erzählen zwei Lernende, wie sie ihren Beruf lieben und doch an ihm verzweifeln. Sie seien zu oft am Rand eines Zusammenbruchs. «Ich weine beim Abendessen zu Hause praktisch jedes Mal, wenn ich einen schlechten Tag hatte. In manchen Wochen passiert das an drei von vier Arbeitstagen», sagt Sabine K., 17 Jahre alt, Lernende in einem Alters- und Pflegeheim. «Ich weine, weil ich keine Kraft mehr habe. Bei diesen Gelegenheiten sage ich meiner Familie, dass ich einfach weg will von der Arbeit, so schnell wie möglich.»

    Das ist ein Zitat der Seite von www.thunertagblatt.ch

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    Bereichsleiter Alter und Pflege in Winterthur geht in Frühpension

    Wie die Stadt Winterthur berichtet, hat sich Markus Wittwer, Leiter von Alter und Pflege, entschieden, per Ende 2023 in Frühpension zu gehen. So wurden unter anderem mit einer wegweisenden Angebots- und Immobilienstrategie wichtige Leitplanken für künftige Herausforderungen im Alters- und Pflegebereich definiert. Die Taxordnung der Alterszentren wurde vollständig überarbeitet und es wurde neu eine einheitliche Betreuungstaxe eingeführt. Dass dagegen kein Rechtsmittel ergriffen wurde, ist vor allem auch das Verdienst von Markus Wittwer und seiner transparenten und klaren Kommunikation gegenüber den betroffenen Bewohnern der Alterszentren und ihren Angehörigen. Der Altersbereich war in den letzten Jahren besonders stark von der Coronapandemie geprägt. Markus Wittwer ist es dank seiner umsichtigen Führung gelungen, die städtischen Alterszentren und die städtische Spitex sicher durch die Krise zu führen. Bewährt hat sich dabei auch seine ausgezeichnete Vernetzung und die sehr gut funktionierende Zusammenarbeit mit anderen wichtigen Akteuren im Pflege- und Gesundheitsbereich, unter anderem mit dem Kantonsspital Winterthur. Markus Wittwer lässt sich frühpensionieren und hat deshalb seine Stelle als Bereichsleiter Alter und Pflege gekündigt. Die Stelle der Bereichsleitung Alter und Pflege wird im September 2022 ausgeschrieben. Zum Bereich Alter und Pflege gehören die fünf städtischen Alterszentren und die städtische Spitex mit insgesamt rund 1200 Mitarbeitenden und Auszubildenden.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.nau.ch

  • Haus für Pflege
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    Berner Pflegeinstitution schliesst – 65 Angestellte müssen gehen

    Das Haus der Pflege Bern befindet sich unmittelbar neben dem Tiefenauspital an der Tiefenaustrasse 110.

    Das Haus für Pflege an der Berner Tiefenaustrasse schliesst – voraussichtlich Ende August – seine Tore. Für rund 20 Patientinnen und Patienten muss eine neue Unterkunft gefunden werden und 65 Angestellte in rund 40 Stellen verlieren ihren Job.

    Die Berner Pflegeinstitution schliesst aus finanziellen Gründen im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Der Vizepräsident des Stiftungsrats, Thomas Heuberger, bestätigte am Samstag auf Anfrage eine Meldung der Berner Tamedia-Zeitungen vom gleichen Tag.

    Die Corona-Krise führte zu einer tieferen Bettenbelegung, weil viele Angehörige ihre Verwandten wegen der Angst vor dem Virus nicht mehr in Pflege geben wollten. Corona wirkte sich laut dem Artikel auch anderweitig negativ auf die Finanzen der Institution aus.

    Laut Heuberger ist für fast alle Patientinnen und Patienten schon eine Anschlusslösung gefunden worden. Und fürs Personal gibt es die Zusicherung, dass sich alle bei einer anderen Institution bewerben können. Die Aussichten fürs Personal, einen neuen Job zu finden, seien gut.

    Der frühere Grossrat der Grünen und Arzt aus Oberhofen am Thunersee sagt, die Schliessung des Hauses für Pflege werde im Kanton eine Lücke hinterlassen. Denn die Berner Institution sei spezialisiert darauf, Patientinnen und Patienten jeden Alters aufzunehmen, die vorübergehend professionelle stationäre Pflege benötigen.

    Das 2004 in Betrieb genommenen Haus für Pflege zählt 38 Betten und erzielte laut seiner Internetseite einen Umsatz von jeweils etwa fünf Millionen Franken. sr, sda

    Das ist ein Zitat der Seite von www.bluewin.ch

  • Goran Basic / Keystone
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    Bessere Pflege in Luxuspflegeheimen? Bei den Senioren droht eine Zweiklassengesellschaft

    Das Bett mag in manchen Heimen bequemer sein als in anderen, doch die Pflegequalität sollte eigentlich überall gleich hoch sein. Goran Basic / Keystone

    In manchen Schweizer Pflegeheimen wird das hohe Alter zum Wohlfühlprogramm. Was darf es alles sein: Eine 100-Quadratmeter-Wohnung inklusive Terrasse mit Blick auf die Alpen? Mahlzeiten vom Gourmetkoch? Ein Spa-Bereich mit Schwimmbecken und Privatsauna? Günstig ist der Spass natürlich nicht. In Heimen der gehobenen Klasse kann die Rechnung für Unterkunft und Essen bis zu 20 000 Franken pro Monat betragen. Hinzu kommen noch Betreuungsleistungen, etwa das Begleiten auf einem Spaziergang oder zum Einkaufen. Kostenpunkt: 60 Franken pro Stunde oder mehr.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.nzz.ch

  • Ständeratskommission winkt Ausbildungsoffensive in der Pflege durch
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    Ständeratskommission winkt Ausbildungsoffensive in der Pflege durch

    Die Ausbildung für die Pflegeberufe soll möglichst schnell starten. Die zuständige Ständeratskommission stimmte für eine erste Etappe der Umsetzung.

    Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S) wolle rasch handeln, um dem Mangel an Pflegepersonal entgegenzuwirken. Dies teilten die Parlamentsdienste am Freitag mit. Die Vorlage des Bundesrats nimmt die Massnahmen des indirekten Gegenvorschlags zu der Initiative auf. Es handelt sich dabei um eine Kompromisslösung, die bereits im Parlament diskutiert wurde und damals breite Unterstützung fand. Die Kommission will das Inkrafttreten dieser ersten Etappe zur Umsetzung der Initiative nicht verzögern.

    Die Vorlage sieht vor, dass sich die Kantone finanziell an den Kosten der praktischen Ausbildung in den Gesundheitseinrichtungen beteiligen. Angehenden Pflegefachpersonen in Ausbildung sollen Ausbildungsbeiträge an einer höheren Fachschule (HF) oder an einer Fachhochschule (FH) Ausbildungsbeiträge gewährt werden. Auch sollen über Beiträge der Kantone und des Bundes die Anzahl Abschlüsse in Pflege an den HF und den FH zu erhöht werden. Darüber hinaus hat sich die Kommission ohne Gegenstimme dafür ausgesprochen, dass Pflegefachpersonen bestimmte Leistungen direkt ohne ärztliche Anordnung zulasten der Sozialversicherungen abrechnen können. Mit einem Kontrollmechanismus soll ein unerwünschter Anstieg der Gesundheitskosten verhindert werden. Auch den Gesamtkosten für den Bund, die für acht Jahre maximal 502 Millionen Franken betragen, hat die Kommission einstimmig zugestimmt. Die Vorlage ist damit beratungsreif für die Herbstsession.

    Die weiteren Punkte des neuen Verfassungsartikels wollen Bundesrat und Parlamentskommissionen in einer zweiten Etappe angehen. Dazu gehören bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege, die berufliche Weiterentwicklung und die bessere Abgeltung für Pflegeleistungen.

    Erste Vorschläge diskutiert der Bundesrat voraussichtlich im Herbst. Die Kantone, Betriebe und Sozialpartner im Gesundheitswesen seien im Übrigen aufgefordert, im Rahmen ihrer Zuständigkeiten selbst rasch Massnahmen umsetzen. Dies schrieb der Bundesrat Ende Mai.

    Das Stimmvolk hatte die Volksinitiative «Für eine starke Pflege (Pflegeinitiative)» am 28. November 2021 mit 61 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Damit waren seit 1893 nur sechs Initiativen erfolgreicher als die Vorlage.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.nau.ch

  • «Das Telefon in die Hand zu nehmen, lohnt sich!»
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    Das Spital Zofingen unterstützt Pflegefachpersonen beim Wiedereinstieg

    Der Wiedereinstieg in den Pflegeberuf ist ein erfolgsversprechendes Modell, wie ein Fall am Spital Zofingen exemplarisch zeigt.

    In der Pflege herrscht bekanntlich schon seit Jahren ein zunehmender Fachkräftemangel. Das Spital Zofingen hat sich schon vor der Corona-Pandemie auf die Fahne geschrieben, den Wiedereinstieg von Pflegefachpersonen zu unterstützen. In jedem Fall hat sich der Einsatz für den Betrieb, aber auch für die Wiedereinsteigenden gelohnt. Eine der glücklichen Wiedereinsteigerinnen ist Sabine Ekatodramis.

    Sie ist heute 46 Jahre alt, verheiratet und Mutter von 13-jährigen Zwillingen. Mit 18 Jahren konnte sie nach dem Gymnasium endlich die Ausbildung zu ihrem Traumberuf als Pflegefachfrau absolvieren. Über sechs Jahre arbeitete sie nach der Diplomierung mit Herzblut in verschiedenen Bereichen der Pflege wie Intensivstation, Pflegeheim und Spitex in Vollzeit. In der Schwangerschaft gab sie die Berufstätigkeit auf und übernahm das Familienmanagement. Dabei wurde es ihr nie langweilig, trotzdem suchte sie nach acht Jahren Sehnsucht nach dem Pflegeberuf. Die Temporärfirma wollte sie damals wegen ihrer langen Auszeit nicht mehr anstellen.

    Vom Telefonanruf bis zur 50-Prozent-Wunschstelle

    Weitere sechs Jahre vergingen, bis sie in der Corona-bedingten Home-Office-Zeit ihres Ehemannes das Telefon in die Hand nahm und sich bei der Spital Zofingen AG nach Wiedereinstiegsmöglichkeiten erkundigte. Die Pflegedienstleitung zeigte sich offen: Nach einer Situationseinschätzung und Bedarfserhebung durch die Leiterin der Praxisentwicklung des Betriebes wurde Sabine Ekatodramis dann ein Vorschlag unterbreitet, wie ein Wiedereinstieg individuell angepasst gestaltet werden könnte. Sie konnte im September 2020 auf ihrer Wunschabteilung, der spezialisierten Palliativ-Abteilung des Spitals, mit einem 100-Prozent-Pensum über drei Monate, drei weiteren Monaten zu 80 Prozent und anschliessend mit dem von ihr gewünschten 50-Prozent-Pensum einsteigen.

    Unterstützung von einem zugeteilten «Gotti»

    «Zu meiner Berufszeit dokumentierten wir noch auf Papier. Die elektronische Patientendokumentation macht mir Angst, da ich zu Hause den Computer kaum nutze», sagte Sabine Ekatodramis bei der Bedarfserhebung mit Marianne Schärli, der Leiterin Praxisentwicklung. Die allgemeine Einführung in das Dokumentensystem (KISIM) am Einführungstag gab einen ersten Einblick, doch auf der Abteilung war schon der Weg über das Einloggen mit all den Logins eine Herausforderung.

    Einmal im KISIM angekommen, fokussiert auf klare Aufträge wie Blutdruck-, Fieber- und Pulswerte oder das Gesundheitsbefinden einer Patientin zu dokumentieren, erwies sich die E-Dokumentation bald als einfach, logisch und selbsterklärend. Die Bedienung des KISIM liess sich problemlos erlernen. Auf der Abteilung wurde sie vom ganzen Team und speziell von ihrem zugeteilten «Gotti» unterstützt, einer geduldigen und sehr kompetenten Pflegefachfrau, welche die Pflege vorzeigte, besprach und Fragen auch mehrmals geduldig beantwortete.

    Altes Wissen aufgefrischt

    Zudem kannte Marianne Schärli das neu entwickelte Wiedereinsteigerprogramm des Bildungszentrums Gesundheit Zentralschweiz (XUND), das aufgrund der nationalen Förderstrategie für die Zentralschweiz neu entwickelt worden war. Die XUND öffnete das Modul der Pflegetechniken zu einem fairen Preis auch für Sabine Ekatodramis aus dem Kanton Aargau, welcher noch kein Wiedereinsteiger-Programm hatte. Diese zwei Schultage haben Sabine Ekatodramis eine Wiederauffrischung des Wissens und Könnens im Umgang mit verschiedenen Kathetern, Blutentnahmen oder Trachealkanülen ermöglicht und Sicherheit gegeben. Heute ist sie sehr glücklich, dass sie den Mut hatte, diesen Weg zu gehen und dass sie wieder in der Pflege arbeiten darf. «Ich danke der Spital Zofingen AG, dass mir der Wiedereinstieg ermöglicht wurde und möchte andere Frauen und Männer ermuntern, ebenfalls das Telefon in die Hand zu nehmen. Es lohnt sich!», sagt sie.

    Das ist ein Zitat der Seite von www.aarauer-nachrichten.ch

  • Warum viele Spitex-Organisationen am Anschlag sind
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    Warum viele Spitex-Organisationen am Anschlag sind

    Spitex am Limit im Raum Beromünster

    Die Stimmung ist schlecht bei der Spitex MBS, die im Raum Beromünster im Kanton Luzern tätig ist. In den letzten zwei Jahren haben 29 Mitarbeiterinnen gekündigt. Eine davon ist Selina Bolliger. Die diplomierte Pflegefachfrau hat genug. Ende Monat hört sie auf. Zu gross sei die Arbeitsbelastung, zu schlecht die Führung der Spitex.

    Das habe viele bewogen, zu kündigen: «Das Team wurde fast komplett ausgewechselt. Wir haben das Vertrauen der Leitung nicht gespürt.» Zudem seien die Kompetenzen, wer was macht, nicht geregelt gewesen.

    Es seien Fehler passiert, gibt die Geschäftsleiterin der Spitex MBS, Daniela Hunziker zu. Das habe auch mit der Fusion zu tun, die die Spitex MBS hinter sich habe. Neben den beiden Luzerner Gemeinden Beromünster und Rickenbach sind auch die Gemeinden Büron und Schlierbach neu dabei.

    In dieser Zeit, als sich so vieles veränderte, sei der Austausch zwischen den Mitarbeiterinnen und der Spitexführung zu kurz gekommen. Für die Mitarbeiterinnen habe man nun eine neutrale Ombudsstelle geschaffen – der Führungscrew einen Coach an die Seite gestellt.

    Pflege zu Hause ist anspruchsvoller

    Dass dies reicht, bezweifelt Giuseppe Reo, Regionalsekretär der Unia Zentralschweiz: «Es braucht geregelte Arbeitsbedingungen im Sinne eines Gesamtarbeitsvertrags. Und es braucht eine starke Professionalisierung der Leitung und des Vorstands der Spitex». Er kenne wenige Spitex-Organisationen, die tadellos funktionieren, bilanziert er.

    Eine Fusion, wie es die Luzerner Spitex MBS erlebte, sei kein Einzelfall, sagt Marianne Pfister, Geschäftsführerin Spitex Schweiz. Die Spitex-Branche sei stark gewachsen: «Vor 25 Jahren kannte man noch die Gemeindeschwester, welche für die Pflege in einer Gemeinde zuständig war. Heute übernehmen dies Spitex-Organisationen. Sie sind inzwischen grosse Unternehmen. In urbanen Gebieten hat die Spitex über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.»

    Die Coronapandemie sorgte zwar für eine höhere Belastung des Pflegepersonals. Aber sie ist nicht der Hauptgrund, weshalb viele Spitexorganisationen an den Anschlag kommen. Die Aufgaben haben sich in den letzten Jahren massiv verändert, wurden komplexer und anspruchsvoller.

    Devise «ambulant vor stationär» als Knacknuss

    Viele Spitäler haben die Devise «ambulant vor stationär». Sie schicken ihre Patientinnen und Patienten schneller nach Hause. Somit übernimmt die Spitex viele Aufgaben, die die Spitäler früher erledigten.

    Sie hätten das Leistungsangebot anpassen müssen, weil medizintechnisch zu Hause viel mehr möglich sei, sagt Marianne Pfister. «Wir können beispielsweise zu Hause Infusionen machen, bei kleinen Kindern eine Dialyse.»

    Spitex fordert mehr Geld

    Die zusätzlichen Aufgaben würden sich auch in den Zahlen widerspiegeln: Seit 2014 hätten sie schweizweit 57 Prozent mehr Klientinnen und Klienten. Das bedeute auch, dass sie bei der Spitex mehr Stunden leisten müssen. Diese seien um 50 Prozent gestiegen. Es brauche also mehr Personal und mehr Fachleute.

    Und genau da hakt es bei vielen Spitexorganisationen: Es gibt immer mehr zu tun, aber zu wenig Personal, und die Löhne sind tief. Die Geschäftsführerin der Spitex Schweiz hat deshalb eine klare Forderung an die Politik: «Wenn man bei den Spitälern ambulant vor stationär fordert, dann müssen die Leistungen, die wir zu Hause erbringen, auch genügend finanziert werden».

    Das ist ein Zitat der Seite von www.srf.ch